Wo ist der Kotzinger Wald?

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17.01.2010

Bürgerinitiative „Rettet den Haidforst“ diskutierte über die Stadtratssitzung

Beim jüngsten Treffen der Bürgerinitiative „Rettet den Haidforst“ berichtete Wolfgang Wörner über die letzte Sitzung des Traunsteiner Stadtrats im alten Jahr. Obwohl dort der Haushalt 2011 als einziges Thema angesetzt war, sprachen die Redner aller Faktionen über den Haidforst. „Für mich zeigt dies ganz deutlich, wie sehr das Anliegen der Bürgerinitiative, den Haidforst zu erhalten, bei den Bürgern der Stadt angekommen ist“, sagte Wörner.

In der Stadtratssitzung hatte Wolfgang Osenstätter (CSU) gemeint, dass das Gebiet eigentlich Kotzinger Wald heiße und dass es zum Wohle der Bürger von Traunstein sei, wenn dieser „Kotzinger Wald“ zu einem Gewerbegebiet mit Güterterminal werde. Während sich Ernst Haider (UW) auch für ein Gewerbegebiet im Wald aussprach, machte sich Ingrid Bödeker (SPD) klar für einen Erhalt des Haidforsts stark.

Rainer Schenk (Traunsteiner Liste) brachte sogar manche Zuhörer zum Grinsen, als er sagte: „Wir lehnen entschieden die Pläne im Haidforst – Entschuldigung Kotzinger Wald – ab“.

Als letzter Redner hatte Wilfried Schott (Grüne) auf Osenstätters Redebeitrag geantwortet, indem er fragte, ob ein Gewerbegebiet „Haidforst“ wirklich zum Wohl der Bürger sein könne, wenn schon über 1500 Traunsteiner für einen Erhalt des Haidforsts unterschrieben haben.

Der Vorsitzende der Bürgerinitiative, Werner Siegl, hatte in der Zwischenzeit altes und neues Kartenmaterial studiert. Er wollte wissen: „Wo ist der Kotzinger Wald?“ Nachdem seine Suche erfolglos war, fragte er in die Runde: „War damit vielleicht nur das kleine Waldstück gemeint, das direkt an Kotzing angrenzt?“

Nach einem Rückblick auf die Aktionen des vergangenen Jahres betonte die BI, dass sich 2011 an ihrem Ziel nichts ändert: „Der Stadtratsbeschluss zur Änderung des Flächennutzungsplans muss rückgängig gemacht werden“. Werner Siegl kündigte zum Abschluss der Veranstaltung an: „Die Bürgerinitiative wird auch im neuen Jahr mit mehreren Aktionen präsent sein – und zwar solange, bis es sicher ist, dass der Haidforst nicht früher oder später der Säge zum Opfer fällt.“

Wolfgang Wörner