Viele Bürger für den Erhalt des Traunsteiner Haidforsts

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22. Juli 2010

Gemeinschaftsaktion am Traunsteiner Maxplatz

Insgesamt fünf Parteien und Gruppierungen informierten am Samstag Vormittag auf dem Traunsteiner Maxplatz über die Auswirkungen des Stadtratsbeschlusses der Stadt Traunstein. Dieser hatte mit der Stimmenmehrheit von CSU und UW entschieden, insgesamt 290000 Quadratmeter im westlichen Haidforst im Flächennutzungsplan als Gewerbegebiet mit Güterumschlagszentrum auszuweisen.

Werner Siegl von die Bürgerinitiative „Rettet den Haidforst“ hatte viele Schautafeln erstellt, die aufgrund ihrer Größe und auffälligen Farbe schon von der Maxstraße aus erkennbar waren: Auf Bildern und Karten verdeutlichten Mitglieder der BI den Stadtratsbeschluss. Werner Siegl sagte: „Vielen Interessierten war gar nicht bewusst, dass diesem Gewerbegebiet am Ende fast der komplette westliche Haidforst zum Opfer fallen wird und wir dann vier Kilometer Gewerbe von der ehemaligen Kaserne bis nach Aiging haben werden“.

Den größten Stand hatte der Bund Naturschutz. Die Mitglieder hatten 18 kleine Bäume in Töpfen mitgebracht, alles Arten, wie sie auch im Haidforst vorkommen. Förster i.R. Stahl erklärte neben den bekannten Buchen, Ahorn, Kiefern und Tannen auch weniger bekannte Baumarten, die alle im Haidforst wachsen. Darüber hinaus hatten die Kinder ihre Freude an einer CO2-Maschine, bei der sie einen Luftballon aufblasen mussten. Wenn die Maschine dann in Aktion trat, konnte man erkennen, wie viel Holz im Wald aus der Menge CO2 in einem Luftballon entsteht.

Bündnis 90 / Die Grünen verteilen ein Flugblatt „Grüner Leben in Traunstein“ und hatten einen Wunschbaum mitgebracht, an dem man seinen Wunsch an die Stadt Traunstein auf einem Zettel anbringen konnte. Helga Mandl berichtete: „Viele Passanten hatten spontan einen Wunsch an die Stadt. Dabei gab es nicht nur Wünsche zum Erhalt des Waldes, sondern auch zu vielen anderen Themen wie Radwegen und zur Fußgängerzone“.

Christian Mayer und Günter Meyerhof von der SPD informierten unter ihrem roten Sonnenschirm über die Auswirkungen des Stadtratsbeschlusses.

Die Traunsteiner Liste hatte ein Positionspapier unter anderem zur unverhältnismäßigen Größe des Gewerbegebiets erstellt: Wolfgang Sojer sagte: „Nicht nur Gegner des Stadtratsbeschlusses, sondern auch eine Reihe von Befürwortern nutzte die Gelegenheit, mit uns zu diskutieren“.

Alle teilnehmenden Gruppierungen freuten sich über die gute Resonanz und Diskussionsfreudigkeit der Bürger und sind zufrieden mit der Feststellung, dass eine überwiegende Mehrheit der Besucher der Informationsstände kein Gewerbegebiet und kein Güterterminal im Haidforst haben wollen.

Wolfgang Wörner