Schon 1228 Unterschriften gesammelt

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12.03.2010

Treffen der Traunsteiner Bürgerinitiative „Rettet den Haidforst“

Mitglieder und Anhänger der Bürgerinitiative „Rettet den Haidforst“ brachten zum jüngsten Treffen in den Paulaner-Stuben weitere Listen mit Unterschriften für den vollständigen Erhalt des Haidforstes als Erholungs- und Wirtschaftswald mit. Diese Unterschriften hatten sie größtenteils im Freundes- und Bekanntenkreis gesammelt, darüber hinaus lagen in einigen Geschäften Listen aus. Der Vorsitzende der BI, Werner Siegl freute sich über den anhaltenden Zuspruch und sagte: „1228 Unterschriften, ohne große Aktionen gesammelt, sind ein Beweis, wie sehr die Bevölkerung gegen den Plan der Stadt Traunstein ist, 29 Hektar im Haidforst als Gewerbegebiet auszuweisen.“

In der Versammlung wurde diesmal über Ausgleichsflächen diskutiert: Wenn ein Wald gerodet wird, müssen anderswo Ausgleichsflächen geschaffen werden. Wie das aussieht, kann man am Rande des Haidforstes sehen. Vor vielen Jahren wurde ein kleiner Teil der Waldfläche für die Erweiterung eines Traunsteiner Betriebes benötigt. „Die damals geschaffene Ausgleichsfläche ist heute noch kein richtiger Wald“, sagte Rosi Berger, die als Anwohnerin seit Jahren die Situation beobachtet.

Ausgleichsflächen müssen auch nicht in unmittelbarer Nähe einer Rodung entstehen, sondern können kilometerweit weg sein. Wolfgang Wörner sagte dazu: „Das bringt uns Traunsteinern doch gar nichts, wenn in 20 oder 50 Jahren zum Beispiel in Waging ein Ersatzwald nachgewachsen ist.“

Werner Siegl zitierte schließlich aus Anzeigen im Traunsteiner Tagblatt, in denen Gewerbegrundstücke in der Nähe von Traunstein zu 38 bzw. 52 Euro pro Quadtratmeter angeboten werden. Er fragte: „Wer will denn in einem Gewerbegebiet Haidforst überhaupt städtischen Grund kaufen, wenn ganz in der Nähe so billig angeboten wird?“. Die Bürgerinitiative wird sich weiter für den Erhalt des Haidforstes einsetzen und zählt auf den Rückhalt der Traunsteiner Bürger.

Wolfgang Wörner