Home Stellungnahmen Einwendung von Herrn S. aus Traunstein

Nächstes Treffen

Das Treffen im Mai entfällt. Unser nächstes Treffen ist am Dienstag, den 12. Juni. Näheres wird noch bekannt gegeben.

Unterschriften

Stand 10.11.2010:
bisher haben sich mehr als 1800  Personen in die Unterstützerlisten eingetragen.

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Spendenkonto

Bund Naturschutz Traunstein

Kto.: 14878

BLZ: 710 520 50

Sparkasse Traunstein

Verwendungszweck:

"Haidforst"

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Flächennutzungsplan Haidforst 1. Änderung – Bürgerbeteiligung : Einwendung

Sehr geehrte Damen und Herren,

das im Flächennutzungsplan zur Umwandlung in Gewerbe vorgesehene Gebiet ist derzeit nahezu vollständig mit Wald verschiedener Altersklassen bewachsen.

Bisher dient dieser Wald neben seiner Wirtschaftsfunktion als Naherholungsgebiet für Spaziergänger, Skilangläufer, Jogger und Reiter, zur Luftreinhaltung, als Lärmschutz gegen den Bahn- und Straßenverkehr (speziell der B304) und als Wasserspeicher für die Stadt Traunstein und seine Bewohner.

Dies alles würde aufs Spiel gesetzt, wenn nach einer Umwandlung in Gewerbe der Wald über kurz oder lang abgeholzt würde.

Damit entsteht für die Stadt Traunstein und ihre Einwohner ein Schaden, der mögliche Überschüsse aus einem Gewerbegebiet bei weitem übersteigt:

  • der Verlust als Naherholungsgebiet lässt sich wertmäßig nicht so einfach quantifizieren; ganz klar aber ist, dass Mitbürger mit eingeschränkter Mobilität wie Senioren, Kinder sowie Familien mit kleinen Kindern eine Einbuße ihrer Lebensqualität erleiden
  • der Verlust an Lärmschutz belastet das Wohnviertel Haidforst sowie angrenzende Quartiere, zumal ja ein Gewerbe weiteren Verkehr und damit auch Lärm mit sich bringt
  • die fehlende Luftreinigungsfunktion lässt die Feinstaubbelastung in Traunstein ansteigen und in gleichem Maße die Kohlendioxidspeicherung abnehmen
  • der Verlust als Wasserspeicher konterkariert die Bemühungen der Stadt Traunstein bei den Hochwasserschutzmaßnahmen, für die sehr viel Geld aufgewendet wurde und noch wird. Die fehlende Wasserspeicherfunktion trifft eventuell Traunstein nur in Teilen (Empfing, Klärwerk), in jedem Falle aber die Ansiedlungen flussabwärts. Das St.Floriansprinzip kann aber heutzutage keine Richtschnur für verantwortungsvolle, zukunftsgerichtete Vorsorgepolitik mehr sein.

 Zum andern beschwört die fehlende Speicherfunktion des Waldes und die durch Gewerbefläche einhergehende Bodenversiegelung für die Stadt Traunstein die Gefahr herauf, dass weitere Regenrückhaltebecken erforderlich werden und damit auch ganz konkret finanzielle Belastungen entstehen.

Aus obigen Gründen fordere ich als Traunsteiner Bürger, meinen Bedenken Rechnung zu tragen und auf eine Änderung des Flächennutzungsplans für das Gebiet Haidforst zu verzichten.

Mit freundlichen Grüßen