Home Stellungnahmen Einwendung von Herrn R, ehemalig aus Traunstein

Nächstes Treffen

Das Treffen im Mai entfällt. Unser nächstes Treffen ist am Dienstag, den 12. Juni. Näheres wird noch bekannt gegeben.

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Stand 10.11.2010:
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Spendenkonto

Bund Naturschutz Traunstein

Kto.: 14878

BLZ: 710 520 50

Sparkasse Traunstein

Verwendungszweck:

"Haidforst"

Einwendung von Herrn R, ehemalig aus Traunstein PDF Drucken E-Mail

Flächennutzungsplan Haidforst 1. Änderung
Bürgerbeteiligung : Einwendung

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Kösterke,

Als ehemaliger Bürger der Stadt Traunstein, der gerne in Traunstein nicht nur gewohnt, sondern auch gelebt hat, habe ich nach wie vor ein Interesse an der Gegenwart und Zukunft Traunsteins. Traunstein ist für mich eine Stadt, die durch die allgegenwärtige Natur geprägt ist, und dieses ist mir auch regelmäßig von Besuchern und Gästen bestätigt worden. Ich möchte soweit gehen, zu sagen, dass die Natur das Kapital Traunsteins ist.

Mit Sorge nehme ich wahr, dass der Stadtrat beschlossen hat, den Haidforst zu einem großen Teil in ein Gewerbegebiet umzuwandeln. In Gedanken komme ich von Norden nach Traunstein rein und fahre an einem toten Gewerbegebiet vorbei. Tot in so fern, als dass dort natürlich produktive Unternehmen sitzen, aber es nicht im geringsten attraktiv für den Bürger oder Besucher ist. Als ich das erste Mal in die Nachbarstadt Traunreut fuhr, von Traunwalchen kommend, sah ich eingangs die Wohnsilos mit einer vergleichbaren eingeschränkten Attraktivität. Mein erster Gedanke war, dass ich in Traunreut weder wohnen noch leben möchte. Traunstein sollte sich bezüglich der Attraktivität für die Menschen nicht auf Traunreut zubewegen, sondern eher den Status als leuchtendes Vorbild der Region ausbauen.

Die Attraktivität erklärt sich aber nicht nur aus den visuellen Eindrücken. Auch die Möglichkeit frei gute Luft zu atmen ist ein nicht zu vernachlässigender Aspekt. Diesen Wert habe ich schätzen gelernt, als ich in Stuttgart gewohnt, nicht gelebt, habe. Die Möglichkeit auf der Zunge zu schmecken, ob mehr LKW, PKW oder Zwei-Takter-Verkehr unterwegs ist, mag vielleicht interessant sein, schön ist es auf jeden Fall nicht. Der Haidforst in seiner jetzigen Form als Wald verhindert diese Geschmacksrichtungen.

Ich kann gut nach vollziehen, dass Sie Gewerben einen Expansionsraum und die Möglichkeit zu Ansiedlung geben möchten. Das Gewerbegebiet Kaserne ist ein hervorragendes Beispiel, wie Abrüstung und Stadtentwicklung in eine Richtung wirken können. Als Alternative bietet sich eventuell die Fläche zwischen Hochstraße und Axdorfer Straße an. Bessere Anbindung an die Autobahn und ein liegendes Gleisbett, um ein potentielles Stichgleis anzuschliessen. Der Bahnverkehr nach München müsste nicht mal in der Stadt rangiert werden, den Nachteil von in der Stadt rangierten Güterverkehr kann man in Siegen erleben. Dort ist bekannt, was eine "Glück-auf-Schranke" ist, die nichts mit Bergbau zu tun hat. Für eine optische Integration ist das Wohngebiet Axdorfer Feld / Vachendorfer Ring direkt gegeben. Ein gemischtes Gewerbegebiet, mit einer Vielzahl verzahnter Betriebe in direkter Nachbarschaft ist direkt daneben. Auch eine ausgeprägte Nähe zwischen Kunden und Zulieferern ist ein nicht zu vernachlässigender Standortvorteil.

Ich bitte Sie, diese Änderung des Flächennutzungsplans nicht umzusetzen. Nach wie vor lebe ich in Gedanken in Traunstein. Lassen Sie es nicht ein vergangenes Traunstein sein.

Mit freundlichen Grüßen,