Das Treffen im Mai entfällt. Unser nächstes Treffen ist am Dienstag, den 12. Juni. Näheres wird noch bekannt gegeben.
Stand 10.11.2010:
bisher haben sich mehr als 1800 Personen in die Unterstützerlisten eingetragen.
Bund Naturschutz Traunstein
Kto.: 14878
BLZ: 710 520 50
Sparkasse Traunstein
Verwendungszweck:
"Haidforst"
| „Sollen wirklich 10000 Quadratmeter Wald gerodet werden?“ |
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Traunsteiner Bürgerinitiative will keine Abstellflächen im Haidforst18.09.2011Bei ihrem September-Treffen in den Paulaner Stuben in Traunstein diskutierte die Bürgerinitiative „Rettet den Haidforst“ über die geplanten Flächennutzungsplanänderungen im Haidforst. So soll unter Anderem zur Erweiterung eines dort ansässigen Betriebs ein Teil der ökologisch wertvollen Naturwaldparzelle entlang der Kotzinger Straße geopfert werden. Der Vorsitzende der BI, Werner Siegl hatte vor Ort durch Messungen festgestellt, dass entlang der Kotzinger Straße wohl nur noch ca. 85 Meter vom Haidforst übrig bleiben, und ein guter Teil davon ist wertvollster Naturwald. Weiterhin sorgte ein Interview mit der Firma J. Schaumaier Nachf. GmbH im Rahmen einer PR-Veröffentlichung für Diskussionsstoff: Der Geschäftsführer Herr Egger hatte dort gesagt, dass die Firma dringend Erweiterungsfläche im Haidforst für ihre Logistik braucht: „Was bedeutet Logistik?“, fragte Wolfgang Wörner in die Runde: „Sind das Bürogebäude oder Abstellflächen für Eisenbahnwaggons oder LKWs?“ Die Bürgerinitiative hatte immer betont, dass sie nicht gegen kleinere Erweiterungen von an der Industriestraße ansässigen Betrieben ist, „aber sollen wirklich 10000 Quadratmeter Wald gerodet werden, nur um Abstellflächen zu schaffen?“, fragte Wörner. Viele Mitglieder der BI hatten von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, sich bei der Stadt Traunstein zu den dementsprechenden Stadtratsbeschlüssen zu äußern. Rosi Berger sagte hierzu. „Ich hoffe, dass wir diesmal zeitnah Antworten auf unsere Einwendungen bekommen“. Sie hatte vor über einem Jahr gegen die damaligen Pläne zur Nutzungsänderung von 29 Hektar Wald im Haidforst eine Einwendung geschrieben und wie viele andere Einwender nie eine Antwort bekommen. „Ich erwarte, dass ich nach gewisser Zeit eine Eingangsbestätigung bekomme - und wenn noch keine Antwort gegeben werden kann, dann kann ich doch erwarten, dass mir wenigstens ein Zwischenbescheid gegeben wird“, sagte sie an die Adresse der Stadt gerichtet. Damals ging es um ein geplantes Güterterminal im Haidforst, das gemäß eines Bescheides des Eisenbahn-Bundesamts momentan für den Standort Traunstein nicht weiterverfolgt wird, dafür aber in Teisendorf. Dort will die Firma Kloiber ein Raumordnungsverfahren beantragen (wir berichteten). Werner Siegl sagte: „Derartige Terminals werden mit bis zu 85% der Kosten aus Steuergeldern bezuschusst“. Kloiber sagt im Interview, dass er mit diesem Terminal der Deutschen Bahn, die ja der Bundesrepublik Deutschland gehört, Konkurrenz machen will. Werner Siegl weiter: „Das kann doch nicht sein, dass mit unseren Steuergeldern der bundeseigenen Deutschen Bahn auch noch Konkurrenz gemacht wird“. Helga Mandl fügte hinzu: „Ein Terminal in unserer Gegend, das dazu dienen soll, Güter an die deutschen Seehäfen zu bringen, macht jetzt gar keinen Sinn mehr, da soeben vom Bundesverkehrsministerium der Ausbau wichtiger Bahnverbindungen dorthin gestrichen wird, so z. B. die sogenannte Y-Trasse von Hannover nach Hamburg und Bremen.“ Die Bürgerinitiative hatte sich schon immer gegen ein Terminal ausgesprochen, egal ob in Teisendorf oder Traunstein, da sie bei der heimischen Wirtschaft praktisch keinen Bedarf hierfür sieht. Evi Knauer sagte zum Abschluss: „Jede Gewerbeerweiterung im Haidforst führt letztendlich zum Verkehrsinfarkt in Kotzing, weil LKW-Fahrer aus Westen von ihren Navis sicher nicht über die neue Umgehung gelotst werden, sondern über die Ausfahrt Grabenstätt direkt ins Wohngebiet Kotzing“. Alle Anwesenden waren sich einig, dass das ein weiterer wichtiger Grund ist, für den Erhalt des Haidforsts als Erholungswald der Traunsteiner Bürger zu kämpfen.
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