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BI Haidforst: „Es gibt noch viel zu tun“ |
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„Rückblick und Ausblick“ hieß das Thema beim Januar-Treffen der Traunsteiner Bürgerinitiative „Rettet den Haidforst“ in den Paulaner-Stuben. Diese Bürgerinitiative setzt sich nun seit über 2 Jahren auf vielen Ebenen für den Erhalt des Waldgebietes „Haidforst“ ein. Sie hat nichts gegen kleine Erweiterungen von Firmen, die an der Industriestraße ansässig sind, sie lehnt aber jedwede Flächenausweisung für Andere und reine Vorratsausweisungen strikt ab. Wolfgang Wörner berichtete beim Treffen über die Einwendungen, die im Laufe des letzten Jahres an die Stadt geschrieben wurden, über die Informationen für die Öffentlichkeit und über die Aktionen der BI: Besonders viele Traunsteiner beteiligten sich an den drei Terminen, an denen die Bürgerinitiative im Sommer das wuchernde Springkraut bekämpfte (wir berichteten) und auch die „Waldspaziergänge“ waren gut besucht. Der Stadtrat hat im Oktober die beiden Flächenausweisungen für die Firmen „Leimer“ und „Schaumaier“ genehmigt (wir berichteten). Die Ausgleichsflächen hierfür finden sich aber noch nicht in der Flächennutzungsplan-Änderung. Bund Naturschutz und Bürgerinitiative sind sich einig, dass alle Waldverluste durch neuen Wald im direkten Anschluss an den Haidforst ausgeglichen werden müssen. In diesem Zusammenhang wunderte sich Heike Talhammer, warum die Stadt Traunstein die vorher geplante Flächennutzungsplan-Änderung über 29 Hektar für ein Güterterminal im Haidforst nicht zurücknimmt. „Soeben wurde mit der Rodung für das Güterterminal in Burghausen begonnen“, berichtete Beate Rutkowski und Werner Siegl erzählte von Baubewegungen beim Güterterminal in Salzburg. Beate Rutkowski fragte dann: „Kann denn unter diesen Prämissen ein mögliches Terminal im Raum Traunstein denn überhaupt jemals wirtschaftlich betrieben werden?“. Der Sprecher der Bürgerinitiative Werner Siegl sagte zum Abschluss der Veranstaltung: „Es gibt noch viel zu tun, damit nicht doch eines Tages größere Teile des Haidforsts der Säge zum Opfer fallen“. |
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Zweiten Geburtstag im Wald gefeiert |
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Schon seit zwei Jahren kämpft die Traunsteiner Bürgerinitiative „Rettet den Haidforst“ für den Erhalt des Haidforsts. Ihren zweiten Geburtstag feierten Mitglieder und Gäste nun bei einem abendlichen Waldspaziergang vor Ort. Nach einem Grußwort von Beate Rutkowski vom Bund Naturschutz wanderten die Teilnehmer mit vielen Taschenlampen durch den mittlerweile dunklen Haidforst. Werner Siegl und Wolfgang Wörner erläuterten dabei, wo die neuen Gebiete für die in der Industriestraße ansässigen Betriebe Schaumaier und Leimer liegen werden - und welches Areal als Vorrat ausgewiesen wurde, wogegen sich die BI vehement wehrt.
Die im Wald begonnenen Diskussionen führte die Bürgerinitiative dann in den Paulaner-Stuben mit weiteren Mitgliedern und Gästen fort: Rosi Berger aus Kotzing äußerte große Bedenken wegen der geplanten weiteren Einfahrt für die Firma Leimer in der Kotzinger Straße: „Wenn sich hier noch mehr LKWs stauen, wird das zur Unfallgefahr – und das neben den Gasspeichern auf der anderen Straßenseite“, meinte sie. Eine Besucherin hatte sich die Mühe gemacht und war alle städtischen Waldgebiete abgegangen. „Der Haidforst ist der schönste Wald in Traunstein“, erzählte sie den Teilnehmern voller Überzeugung. |
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Immer noch Vorratsausweisung im Haidforst |
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Bei ihren November-Treffen in den Traunsteiner Paulaner-Stuben diskutierten wir lebhaft über den neuen Flächennutzungsplan.23.11.2011
Oberbürgermeister Kösterke hatte mit Bezug auf die zahlreichen Einwendungen und Anregungen in der Stadtratssitzung Ende Oktober gesagt, dass die Bürger einen Eingriff in den Wald nur akzeptieren, wenn die Flächen dem „dringend nachgewiesenen Bedarf bereits dort ansässiger Firmen dienen“ (Traunsteiner Tagblatt vom 28.10.11, Seite 7). Wir hatten im Vorfeld mit der Firma Schaumaier gesprochen: Schaumaier benötigt zur Betriebserweiterung etwa 10000 Quadratmeter nordöstlich (rechts) der Industriestraße. Umso erstaunter waren wir, dass westlich der Industriestraße immer noch eine Fläche für Gewebe ausgewiesen ist. Evi Knauer sagte: „Wo ist hier der konkrete Bedarf?“ Dieses Gebiet westlich der Industriestraße ist ganz klar eine Vorratsausweisung, die die Bürgerinitiative weiterhin nicht akzeptieren wird. Der Vorsitzende Werner Siegl drückte es so aus: „Keine Rodungen links der Industriestraße“. Eine Besucherin machte sich dann Gedanken über die im Plan ausgewiesene Verlängerung der Industriestraße weit über das von Firma Schaumaier benötigte Gebiet hinaus. „Es genügt doch, wenn die Straße nur so weit verlängert wird, dass die Fahrzeuge von Schaumaier in ihr Grundstück fahren können“, meinte sie. Rosi Berger sieht hier die Gefahr, dass mit dieser Straße weiteren Gewerbeausweisungen weiter nördlich im Haidforst Tür und Tor geöffnet wird. Natürlich war auch die Betriebserweiterung der Firma Leimer Thema des Treffens. Auch hier akzeptiert die Bürgerinitiative den Bedarf des an der Kotzinger Straße ansässigen Betriebs, findet es jedoch schade, dass dadurch die wertvolle Naturwaldparzelle teilweise zum Opfer fällt. Wolfgang Wörner drückte seine Hoffnung aus, dass Leimer mit seiner Erweiterung möglichst wenig von diesem Waldgebiet beanspruchen wird. Alles in allem sind wir erfreut, dass unsere Wünsche soweit berücksichtigt wurden, dass jetzt explizit nur noch von Erweiterungen dort ansässiger Betriebe gesprochen wird, wir sind jedoch gegen die weiterhin bestehende Vorratsausweisung westlich der Industriestraße und wir befürchten, dass hier noch lange nicht da letzte Wort gesprochen ist, wie man an der im Plan ausgewiesenen Verlängerung der Industriestraße weit in den Wald hinein erkennen kann. |
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„Schade, dass für die Betriebserweiterung ein Teil des Haidforstes benötigt wird“ |
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Bürgerinitiative „Haidforst“ im Gespräch mit Firma Schaumaier11.11.2011
Auf Einladung des Geschäftsführers Claus Egger diskutierten Mitglieder der Bürgerinitiative „Rettet den Haidforst“ mit Vertretern der Firma Schaumaier. Der Entsorgungsbetrieb Schaumaier ist im Gewerbegebiet an der Traunsteiner Industriestraße ansässig und ist eines der beiden Unternehmen, die bei der Stadt Flächenerweiterungsbedarf im Gebiet des Haidforsts angemeldet haben. Die Bürgerinitiative kämpft für den Erhalt des Haidforsts als Nutz- und Erholungswald für die Traunsteiner Bürger, betont aber, dass sie notwendigen Erweiterungen von bereits an der Industriestraße ansässigen Firmen nicht im Wege stehen will. Bei Schaumaier ist genau dies nun der Fall: Geschäftsführer Klaus Egger sagte: „Wir möchten investieren und brauchen mehr eigene Flächen, da ein Teil des heute von uns genutzten Areals nur angemietet ist“. Konkret geht es um die Rodung einer in etwa dreiecksförmigen Fläche mit 10000 Quadratmetern nördlich des jetzigen Betriebsgeländes und östlich einer kurzen Verlängerung der Industriestraße. Dieses Gebiet wurde nun auch vom Stadtrat in den Flächennutzungsplan aufgenommen. |
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„Sollen wirklich 10000 Quadratmeter Wald gerodet werden?“ |
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Traunsteiner Bürgerinitiative will keine Abstellflächen im Haidforst18.09.2011Bei ihrem September-Treffen in den
Paulaner Stuben in Traunstein diskutierte die Bürgerinitiative
„Rettet den Haidforst“ über die geplanten
Flächennutzungsplanänderungen im Haidforst. So soll unter Anderem
zur Erweiterung eines dort ansässigen Betriebs ein Teil der
ökologisch wertvollen Naturwaldparzelle entlang der Kotzinger Straße
geopfert werden. Der Vorsitzende der BI, Werner Siegl hatte vor Ort
durch Messungen festgestellt, dass entlang der Kotzinger Straße wohl
nur noch ca. 85 Meter vom Haidforst übrig bleiben, und ein guter
Teil davon ist wertvollster Naturwald. Weiterhin sorgte ein Interview mit der
Firma J. Schaumaier Nachf. GmbH im Rahmen einer PR-Veröffentlichung
für Diskussionsstoff: Der Geschäftsführer Herr Egger hatte dort
gesagt, dass die Firma dringend Erweiterungsfläche im Haidforst für
ihre Logistik braucht: „Was bedeutet Logistik?“, fragte Wolfgang
Wörner in die Runde: „Sind das Bürogebäude oder Abstellflächen
für Eisenbahnwaggons oder LKWs?“ Die Bürgerinitiative hatte immer
betont, dass sie nicht gegen kleinere Erweiterungen von an der
Industriestraße ansässigen Betrieben ist, „aber sollen wirklich
10000 Quadratmeter Wald gerodet werden, nur um Abstellflächen zu
schaffen?“, fragte Wörner. |
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