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Nächstes Treffen

Das Treffen im Mai entfällt. Unser nächstes Treffen ist am Dienstag, den 12. Juni. Näheres wird noch bekannt gegeben.

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Zum Leserbrief bezüglich des Güterterminal in Teisendorf von Herrn Hans Eisenbichler vom 22. Januar:

Traunstein und Teisendorf haben sich beide um den Standort für ein Güterterminal beworben.

Momentan hört man wenig vom Güterterminal Traunstein. Fest steht, dass bereits für das Gutachten eine sehr hohe Summe ausgegeben wurde. Es scheint ein immenses Interesse zu bestehen, diese Umladestation in Traunstein zu bauen. Herr Eisenbichler schilderte in seinem Leserbrief meiner Meinung nach sehr treffend, dass bei uns in der Gegend äußerst geringer Bedarf besteht, in der Region produzierte Güter in größerem Ausmaß zu versenden und dass die ansässigen Firmen bereits Möglichkeiten dazu gefunden haben.

Die Frage ist, warum das Image der Einkaufs- und Schulstadt Traunstein, der „liebenswerten Stadt vor den Bergen“ - so wirbt Traunstein blumig für sich - durch komplette Veränderung des Ortsbildes und der „Seele der Stadt“ verdorben werden soll. Ein Güterterminal dieser Größenordnung bringt eine immense Zunahme des Schwerlastverkehrs mit sich, der mit Sicherheit auch die umliegenden Ortschaften betreffen wird. Die Straßen, um zur Autobahn zu gelangen, müssten erst noch ausgebaut werden. Weiterhin ist davon auszugehen, dass zur optimalen Auslastung der Anlage auch in den Nachtstunden Betrieb sein wird. In jedem Fall muss hinsichtlich der Gefahr von Terroranschlägen nach neuestem Recht eine Beleuchtung und Bewachung über 24 Stunden stattfinden. Mit der Ruhe und Beschaulichkeit ist es jedenfalls aus.

Die zweifelhafte Auslastung, der immense finanziellen Aufwandes, der Diskussionspunkt, ob eine komplett automatisierte Anlage wirklich so viele Arbeitsplätze bringt und die Belastung der Anwohner sind eine Sache. Aber die Tatsache, dass das ganze Projekt nicht etwa auf der „grünen Wiese“ sondern auf einem prämierten, zusammenhängend gewachsenen, teilweise unter Naturschutz stehenden Wald, welcher Lebensraum für zahlreiche geschützte Tierarten bietet, realisiert werden soll, lässt das ganze Vorhaben für mich äußerst fragwürdig erscheinen.

Bereits bestehende Firmen aus Traunstein sollen jederzeit expandieren können, soviel ist sicher. Aber gehört ein solches Projekt in unsere Region?

Wir sprechen von der Wichtigkeit der Urwälder, spenden Unsummen für die Rettung von Waldgebieten in aller Herren Länder und lassen gleichzeitig zu, dass hier direkt in unserem Lebensraum ca. 30 Hektar Wald dem Erdboden gleich gemacht werden. Die Vorteile des Waldes liegen neben dem Erholungswert als „grüne Lunge“, der Kohlendioxid-Bindung, der Sauerstoffproduktion, dem Schutz vor Bodenerosion natürlich auch in der Wasserbindung und Filterung des Wassers. Bestehender Wald als nachwachsender Rohstoff ist heute unbezahlbar und wird für unsere Zukunft immer wichtiger. Bereits jetzt nutzen wir Holz in hohem Maß für unseren Bedarf, z. B. für Heizung, Möbel, Papier. Wie wichtig eine gute, bezahlbare Alternative für unsere Energieversorgung ist, hat jüngst das Unglück am Golf von Mexiko gezeigt. Zur Förderung der schwindenen Erdöl- und Erdgasvorräten in immer abgelegeneren Regionen der Erde und in immer größere Tiefen vorzudringen und zu Hause die wertvollen Ressourcen zu vernichten, macht absolut keinen Sinn.

Meiner Meinung nach ist es besser, uns an unserem schönen Wald zu freuen, sein Kapital jetzt und in Zukunft sinnvoll und nachhaltig für uns und die Region zu nutzen, als uns ein zweifelhaftes Denkmal zu bauen und unsere wunderschöne Landschaft zu opfern.

Das „übrig gebliebene“ Geld könnte wesentlich besser in die Instandhaltung bereits vorhandener Straßen und die Schaffung neuer Radwegen investiert werden. Ausstehende Projekte, für die bisher das Geld fehlte, dürften genug zu finden sein.

Das Argument, den Wald an anderer Stelle aufzuforsten ist nur ein schwacher Trost, denn schon den kleinen Kindern in der Schule bringt man bei:

„Zu fällen einen schönen Baum, braucht 's eine halbe Stunde kaum. Zu wachsen, bis man ihn bewundert, braucht er, bedenk' es, ein Jahrhundert.“
(Eugen Roth)

Cladia Lahr