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Zu den Pressebericht über Teisendorf bzw. zum Leserbrief im Traunsteiner Tagblatt vom 22.01.2011  S. 17

31.01.2011

Was der Leserbriefschreiber Herr Eisenbichler aus Teisendorf infrage stellt, „Was aber ist regional?“, gilt uneingeschränkt auch für das geplante Terminal in Traunstein. So wird Herr Schwarzbach von der Wirtschaftförderungsgesellschaft des Landkreises Traunstein nicht müde zu behaupten, dass die regionalen exportorientierten  Betriebe das Terminal unbedingt brauchen, doch wird ein Bedarf der heimischen Industrie nicht belegt.

In Presseartikeln wurde 2005 der Einzugsbereich eines geplanten Terminals in Traunstein genannt,  im Westen bis Rosenheim, im Norden bis Wasserburg und in den Landkreis Mühldorf/Altötting und nach Osten ins Berchtesgadener Land, im Gegenzug würde dann das Terminal in Freilassing geschlossen. Über andere (Konkurrenz-) Standorte redete man lieber nicht. Ein neues Güterterminal entsteht in Burghausen, das größte Terminal steht in München-Riem, es wird gerade auf 10 x 700 m Gleisanlagen ausgebaut und das Terminal der Firma CTS in Salzburg/Bergheim kann noch ziemlich erweitert werden.

Nach dem Rückzug der DUSS musste man eingestehen, dass sich das kleine Terminal mit ca. 50000 m² ( schlicht eine Umladestation ) betriebswirtschaftlich  nicht lohnen würde.

Das bestätigt Herr Schwarzbach auch im Jahr 2011 noch, um dann das neue viel größere modulare Terminal mit fast 120 000 m²  ( mit Umladestation, rollender Landstraße und einem Containervorratslager ) als Notwendigkeit der Region zu verkaufen.

Was soll also in Traunstein umgeschlagen werden? LKW-Ladungen und Zuganlieferungen aus aller Herren Länder zwischen den Häfen in Italien, der Nordsee und dem aufstrebenden Osten/Südosten Europas? Mit einer Notwendigkeit für unsere Region ist das nicht zu begründen.

Der Wunsch, Güter von der Straße auf die Schiene zu bringen, ist vernünftig. Aber die Infrastruktur muss dort gebaut werden, wo ein wirklicher Bedarf besteht,  bei den produzierenden exportorientierten Unternehmen, nahe einer Autobahn und mit einem vernünftigen Eisenbahnanschluss, aber nicht in unserem Wald im Haidforst.


Werner Siegl
Für die Bürgerinitiative pro-Haidforst.de