Immer noch Vorratsausweisung im Haidforst

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23.11.2011

Bei ihren November-Treffen in den Traunsteiner Paulaner-Stuben diskutierten wir lebhaft über den neuen Flächennutzungsplan.

Oberbürgermeister Kösterke hatte mit Bezug auf die zahlreichen Einwendungen und Anregungen in der Stadtratssitzung Ende Oktober gesagt, dass die Bürger einen Eingriff in den Wald nur akzeptieren, wenn die Flächen dem „dringend nachgewiesenen Bedarf bereits dort ansässiger Firmen dienen“ (Traunsteiner Tagblatt vom 28.10.11, Seite 7).

Wir hatten im Vorfeld mit der Firma Schaumaier gesprochen: Schaumaier benötigt zur Betriebserweiterung etwa 10000 Quadratmeter nordöstlich (rechts) der Industriestraße. Umso erstaunter waren wir, dass westlich der Industriestraße immer noch eine Fläche für Gewebe ausgewiesen ist.

Evi Knauer sagte: „Wo ist hier der konkrete Bedarf?“ Dieses Gebiet westlich der Industriestraße ist ganz klar eine Vorratsausweisung, die die Bürgerinitiative weiterhin nicht akzeptieren wird. Der Vorsitzende Werner Siegl drückte es so aus: „Keine Rodungen links der Industriestraße“. Eine Besucherin machte sich dann Gedanken über die im Plan ausgewiesene Verlängerung der Industriestraße weit über das von Firma Schaumaier benötigte Gebiet hinaus. „Es genügt doch, wenn die Straße nur so weit verlängert wird, dass die Fahrzeuge von Schaumaier in ihr Grundstück fahren können“, meinte sie. Rosi Berger sieht hier die Gefahr, dass mit dieser Straße weiteren Gewerbeausweisungen weiter nördlich im Haidforst Tür und Tor geöffnet wird.

Natürlich war auch die Betriebserweiterung der Firma Leimer Thema des Treffens. Auch hier akzeptiert die Bürgerinitiative den Bedarf des an der Kotzinger Straße ansässigen Betriebs, findet es jedoch schade, dass dadurch die wertvolle Naturwaldparzelle teilweise zum Opfer fällt. Wolfgang Wörner drückte seine Hoffnung aus, dass Leimer mit seiner Erweiterung möglichst wenig von diesem Waldgebiet beanspruchen wird.

Alles in allem sind wir erfreut, dass unsere Wünsche soweit berücksichtigt wurden, dass jetzt explizit nur noch von Erweiterungen dort ansässiger Betriebe gesprochen wird, wir sind jedoch gegen die weiterhin bestehende Vorratsausweisung westlich der Industriestraße und wir befürchten, dass hier noch lange nicht da letzte Wort gesprochen ist, wie man an der im Plan ausgewiesenen Verlängerung der Industriestraße weit in den Wald hinein erkennen kann.

Wolfgang Wörner