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Veröffentlichungen

Traunsteiner Bürgerinitiative „Rettet den Haidforst“ feierte dreijähriges Bestehen

15. Dezember 2012
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Foto: Heike Talhammer (mit Selbstauslöser)

Trotz Schneetreiben und großer Kälte trafen sich Mitglieder der Bürgerinitiative „Rettet den Haidforst“ im Traunsteiner Waldgebiet Haidforst, um ihr dreijähriges Bestehen zu feiern. Die Bürgerinitiative setzt sich weiterhin dafür ein, dass im Haidforst keine Güterverladestation entsteht und sie bleibt bei ihrer Forderung, dass die Stadt Traunstein ihren dementsprechenden Beschluss zur geplanten Änderung des Flächennutzungsplans zurücknehme. Im Bild (von links) Heike Talhammer, Helga Mandl, Evi Knauer, BI-Vorsitzender Werner Siegl, Franziska Siegl und Wolfgang Wörner.

Text: Wolfgang Wörner

„Brauchen wir ein Güterterminal im Chiemgau?“

18. November 2012

Bürgerinitiative beim Vortrag

Anstelle des regulären November-Treffens fuhren die Mitglieder unserer Bürgerinitiative nach Weibhausen, um die Diskussion über den neuen Standort für eine mögliche Güterverteilungsanlage in Hufschlag (Gemeinde Surberg) zu verfolgen.

Einer der interessantesten Aspekte der Veranstaltung war die Frage

Woher kommen eigentlich die ganzen Güter, die auf der geplanten Güterumladestation in verladen werden sollen?“,

die keiner an diesem Abend beantworten konnte oder wollte. Weiterlesen

„Das ist doch gegen jede Vernunft!“

 29.10.2012

BI Haidforst höchst erstaunt über neue Planungen für ein Güterterminal

Höchst erstaunt waren die Mitglieder und Gäste der Traunsteiner Bürgerinitiative „Rettet den Haidforst“ bei ihrer jüngsten Versammlung in den Paulaner Stuben.

Der Grund hierfür waren Informationen, dass die Wirtschaftsförderungs-GmbH des Landkreises sich zur Zeit aktiv um ein Güterterminal in Hufschlag bemüht (wir berichteten).

Der Vorsitzende der BI Werner Siegl berichtete von Zeitungsartikeln überregionaler Zeitungen: „In Wilhelmshaven gibt es einen neuen Tiefseehafen mit einer großen Gleisanlage, die bei Weitem nicht ausgelastet ist. Nun werden so genannte Hinterlandterminals gebraucht, von wo Güter dorthin gebracht werden sollen“. Hierauf sagte Wolfgang Wörner: „Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH haben dieses Jahr ihr eigenes Güterterminal in Traunreut errichtet und bringen als Betrieb mit dem wahrscheinlich größten Frachtvolumen der Gegend ihre Container jetzt selbst auf die Schiene.“ Da wunderten sich die Anwesenden, woher denn plötzlich das Frachtvolumen kommen soll, das eine Güterverladestation in unserer Gegend rechtfertigen würde. „Soll denn die Fracht mit LKWs von weit her zu uns gebracht werden, nur um ein hier nicht notwendiges Güterterminal auszulasten?“, fragte ein Gast. Evi Knauer rief darauf spontan aus: „Das ist doch gegen jede Vernunft!“.

Die Bürgerinitiative ist nun schon neugierig auf den Vortrag des Vorsitzenden im Verkehrsausschuss des deutschen Bundestags, Dr. Anton Hofreiter (Bündnis 90/Die Grünen) am Montag 12. November um 19:30 Uhr im Gasthof Alpenblick in Weibhausen. Dr. Hofreiter wird sich mit dem Thema Güterverkehr im Allgemeinen befassen und mit den Besuchern diskutieren, ob es denn wirklich ein Güterterminal in unserer Gegend braucht (Eintritt frei).

Wolfgang Wörner

Berge von Springkraut ausgerissen

Juni 2012

Mitglieder und Gäste der Traunsteiner Bürgerinitiative „Rettet den Haidforst“ haben bei einer Springkraut-Aktion im Haidforst ganze Berge von Springkraut ausgerissen, um der Verbreitung dieser nicht einheimischen Pflanze Einhalt zu gebieten. Nachdem der Vorsitzende der Bürgerinitiative Werner Siegl in einer Gedenkminute an das kürzlich verstorbene BI-Mitglied Günter Meyerhof erinnerte, machten sich die vielen Aktiven ans Werk und rissen in Kleinstarbeit viele Springkraut-Pflanzen aus der Erde. Dabei fiel Alexandra Adler auf, dass an den Stellen, wo die Bürgerinitiative letztes Jahr aktiv war, kaum mehr Springkraut zu finden war. Wolfgang Wörner erinnerte dann daran, dass die geplante Flächennutzungsplan-Änderung für ein 29 Hektar großes Gewerbegebiet mit Güterverteilzentrum im Haidforst von der Stadt Traunstein immer noch nicht zurückgenommen wurde und er forderte die Stadt auf, dies endlich zu tun. Nach über einer Stunde getaner Arbeit waren die Aktiven über die Berge des von ihnen ausgerissenen Springkrauts sehrzufrieden.

Wolfgang Wörner

Aktion der Bürgerinitiative im Juni geplant

23. April 2012

Wie schon berichtet, sind wir sehr erfreut, dass in der jüngsten Änderung des Flächennutzungsplans die Vorratsflächen nicht mehr dargestellt sind, wie es ja auch von uns gefordert war. Somit werden nur die Bauvorhaben Leimer und Schaumaier in Angriff genommen, womit die Bürgerinitiative auch von Anfang an einverstanden war.

Wir weisen aber mit Nachdruck darauf hin, dass eine im September 2009 geplante Flächennutzungsplan-Änderung für ein 29 Hektar großes Gebiet (Güterterminal) im Haidforst vom Stadtrat immer noch nicht zurückgenommen ist.

Deshalb plant die Bürgerinitiative am 12. Juni 2012 eine Aktion, um auf diesen Missstand hinzuweisen. Näheres hierzu werden wir rechtzeitig bekannt geben.

Wolgang Wörner

Kein Bedarf für ein Güterterminal

25. März 2012

Beim März-Treffen unserer Bürgerinitiative in den Traunsteiner Paulaner-Stuben ging es wieder einmal um den generellen Bedarf für Güterumschlagsanlagen in unserer Region. Wie kürzlich bekannt geworden, gibt es neue Vorplanungen für einen Standort in Hufschlag mit 7 Hektar Größe entlang dem Gleis nach Waging. Der Vorsitzende unserer Bürgerinitiative Werner Siegl sagte dazu: „Ich bin zuversichtlich, dass es auch dieses Mal der Wirtschaftsförderungsgesellschaft nicht gelingen wird, den notwendigen Bedarf in der Region nachzuweisen, da ja das Eisenbahnbundesamt den Standort im Haidforst schon 2010 nicht befürwortet hat“. Weiterlesen

Große Freude …

21.02.2012

… aber „kein Grund, sich aufzulösen“

Sehr zufriedene Gesichter gab es bei unserem Februar-Treffen in den Paulaner-Stuben. Der Stadtrat hatte bei seiner letzten Sitzung die stark kritisierte Vorratsausweisung gestrichen und somit bleiben lediglich die Erweiterungen der beiden an der Industriestraße ansässigen Betriebe Leimer und Schaumaier. Auch wird die Industriestraße nur bis zur neuen Schaumaier-Einfahrt verlängert und ein Teil des Leimer-Erweiterungsgeländes wird als Wald ausgewiesen. Damit sindunsere Forderungen und die vieler Bürger voll erfüllt.

Doch Wolfgang Wörner musste die Euphorie einiger Gäste leider etwas dämpfen: „Es gibt noch keinen Grund, sich aufzulösen“, sagte er, und Rosi Berger erläuterte: „So schön es ist, dass jetzt die Vorratsausweisung gestrichen wurde, so muss doch daran erinnert werden, dass das Güterterminal noch nicht vom Tisch ist“. Sie bezog sich auf die Forderung der BI, dass der Stadtrat doch endlich den Beschluss vom September 2009 für eine geplante Flächennutzungsplan-Änderung für ein 29 Hektar großes Güterterminal im Haidforst zurücknehmen sollte. „Es gibt keinen Grund für ein Terminal in unserer Gegend, da es in Salzburg freie Kapazität gibt, in Burghausen eines gebaut wird und der möglicherweise größte Nutzer, die

Firma BSH in Traunreut, gerade ein eigenes Terminal errichtet“, sagte Helga Mandl. Die Bürgerinitiative wird also bestehen bleiben wachsam den Stadtrat beobachten, zumindest bis das Güterterminal im Haidforst vom Tisch ist.

Wolfgang Wörner

BI Haidforst: „Es gibt noch viel zu tun“

Januar 2012

„Rückblick und Ausblick“ hieß das Thema beim Januar-Treffen der Traunsteiner Bürgerinitiative „Rettet den Haidforst“ in den Paulaner-Stuben. Diese Bürgerinitiative setzt sich nun seit über 2 Jahren auf vielen Ebenen für den Erhalt des Waldgebietes „Haidforst“ ein. Sie hat nichts gegen kleine Erweiterungen von Firmen, die an der Industriestraße ansässig sind, sie lehnt aber jedwede Flächenausweisung für Andere und reine Vorratsausweisungen strikt ab. Wolfgang Wörner berichtete beim Treffen über die Einwendungen, die im Laufe des letzten Jahres an die Stadt geschrieben wurden, über die Informationen für die Öffentlichkeit und über die Aktionen der BI:

Besonders viele Traunsteiner beteiligten sich an den drei Terminen, an denen die Bürgerinitiative im Sommer das wuchernde Springkraut bekämpfte (wir berichteten) und auch die „Waldspaziergänge“ waren gut besucht.

Der Stadtrat hat im Oktober die beiden Flächenausweisungen für die Firmen „Leimer“ und „Schaumaier“ genehmigt (wir berichteten). Die Ausgleichsflächen hierfür finden sich aber noch nicht in der Flächennutzungsplan-Änderung. Bund Naturschutz und Bürgerinitiative sind sich einig, dass alle Waldverluste durch neuen Wald im direkten Anschluss an den Haidforst ausgeglichen werden müssen. In diesem Zusammenhang wunderte sich Heike Talhammer, warum die Stadt Traunstein die vorher geplante Flächennutzungsplan-Änderung über 29 Hektar für ein Güterterminal im Haidforst nicht zurücknimmt.

„Soeben wurde mit der Rodung für das Güterterminal in Burghausen begonnen“, berichtete Beate Rutkowski und Werner Siegl erzählte von Baubewegungen beim Güterterminal in Salzburg. Beate Rutkowski fragte dann: „Kann denn unter diesen Prämissen ein mögliches Terminal im Raum Traunstein denn überhaupt jemals wirtschaftlich betrieben werden?“.

Der Sprecher der Bürgerinitiative Werner Siegl sagte zum Abschluss der Veranstaltung: „Es gibt noch viel zu tun, damit nicht doch eines Tages größere Teile des Haidforsts der Säge zum Opfer fallen“.

Wolfgang Wörner

Zweiten Geburtstag im Wald gefeiert

November 2011

Schon seit zwei Jahren kämpft die Traunsteiner Bürgerinitiative „Rettet den Haidforst“ für den Erhalt des Haidforsts. Ihren zweiten Geburtstag feierten Mitglieder und Gäste nun bei einem abendlichen Waldspaziergang vor Ort. Nach einem Grußwort von Beate Rutkowski vom Bund Naturschutz wanderten die Teilnehmer mit vielen Taschenlampen durch den mittlerweile dunklen Haidforst. Werner Siegl und Wolfgang Wörner erläuterten dabei, wo die neuen Gebiete für die in der Industriestraße ansässigen Betriebe Schaumaier und Leimer liegen werden – und welches Areal als Vorrat ausgewiesen wurde, wogegen sich die BI vehement wehrt. Weiterlesen

Immer noch Vorratsausweisung im Haidforst

23.11.2011

Bei ihren November-Treffen in den Traunsteiner Paulaner-Stuben diskutierten wir lebhaft über den neuen Flächennutzungsplan.

Oberbürgermeister Kösterke hatte mit Bezug auf die zahlreichen Einwendungen und Anregungen in der Stadtratssitzung Ende Oktober gesagt, dass die Bürger einen Eingriff in den Wald nur akzeptieren, wenn die Flächen dem „dringend nachgewiesenen Bedarf bereits dort ansässiger Firmen dienen“ (Traunsteiner Tagblatt vom 28.10.11, Seite 7).

Wir hatten im Vorfeld mit der Firma Schaumaier gesprochen: Schaumaier benötigt zur Betriebserweiterung etwa 10000 Quadratmeter nordöstlich (rechts) der Industriestraße. Umso erstaunter waren wir, dass westlich der Industriestraße immer noch eine Fläche für Gewebe ausgewiesen ist.

Evi Knauer sagte: „Wo ist hier der konkrete Bedarf?“ Dieses Gebiet westlich der Industriestraße ist ganz klar eine Vorratsausweisung, die die Bürgerinitiative weiterhin nicht akzeptieren wird. Der Vorsitzende Werner Siegl drückte es so aus: „Keine Rodungen links der Industriestraße“. Eine Besucherin machte sich dann Gedanken über die im Plan ausgewiesene Verlängerung der Industriestraße weit über das von Firma Schaumaier benötigte Gebiet hinaus. „Es genügt doch, wenn die Straße nur so weit verlängert wird, dass die Fahrzeuge von Schaumaier in ihr Grundstück fahren können“, meinte sie. Rosi Berger sieht hier die Gefahr, dass mit dieser Straße weiteren Gewerbeausweisungen weiter nördlich im Haidforst Tür und Tor geöffnet wird.

Natürlich war auch die Betriebserweiterung der Firma Leimer Thema des Treffens. Auch hier akzeptiert die Bürgerinitiative den Bedarf des an der Kotzinger Straße ansässigen Betriebs, findet es jedoch schade, dass dadurch die wertvolle Naturwaldparzelle teilweise zum Opfer fällt. Wolfgang Wörner drückte seine Hoffnung aus, dass Leimer mit seiner Erweiterung möglichst wenig von diesem Waldgebiet beanspruchen wird.

Alles in allem sind wir erfreut, dass unsere Wünsche soweit berücksichtigt wurden, dass jetzt explizit nur noch von Erweiterungen dort ansässiger Betriebe gesprochen wird, wir sind jedoch gegen die weiterhin bestehende Vorratsausweisung westlich der Industriestraße und wir befürchten, dass hier noch lange nicht da letzte Wort gesprochen ist, wie man an der im Plan ausgewiesenen Verlängerung der Industriestraße weit in den Wald hinein erkennen kann.

Wolfgang Wörner

Nächstes Treffen

Die BI trifft sich am 25. November 2014 um 19:30 Uhr in den Paulaner Stuben in der Wasserburger Straße.

Spendenkonto

Bund Naturschutz Traunstein

Kto.: 14878

BLZ: 710 520 50

Sparkasse Traunstein

Verwendungszweck: "Haidforst"