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„Wo sind die Bäume, ich will sie sehen“

5 Jahre Bürgerinitiative „Rettet den Haidforst

Vor genau fünf Jahren gründete sich die Traunsteiner Bürgerinitiative „Rettet den Haidforst“. Zum Geburtstag trafen sich Mitglieder und Freunde in den Paulaner-Stuben, um über Erfolge und zukünftige Pläne zu diskutieren.

Wie in den Medien über die letzten Jahre hin berichtet wurde, konnte durch den Einsatz der Bürgerinitiative ein großes Gewerbegebiet mit Güterumladestation im Traunsteiner Haidforst verhindert werden. Es fanden nur zwei Erweiterungen dort ansässiger Betreibe statt, wogegen die BI keine Einwände hatte.

Doch so ganz zufrieden sind die Aktiven noch nicht: „Wo sind die Bäume, ich will sie sehen“, sagte Vera Raschke und bezog sich auf die vorgeschriebenen Ausgleichsmaßnahmen für den Waldverlust bei den Rodungen für das Leimer- und das neue Schaumaier-Gelände. Weiterlesen

Der 5. Geburtstag der BI

Aus Anlass ihres fünfjährigen Bestehens trifft sich die Bürgerinitiative “Rettet den Haidforst” am Dienstag, den 25. November 2014 um 19:30 Uhr  in den Paulaner Stuben in der Wasserburger Straße 53.

Neben einem Rückblick auf die Aktivitäten der BI diskutieren wir über Ausgleichsflächen und über die Pläne für ein großes neues Gewerbegebiet im Süden der Stadt.

Alle Mitglieder und Interessierten sind herzlich eingeladen.

„Es wäre 20mal soviel Wald gerodet worden“

Bürgerinitiative Haidforst traf sich aus aktuellem Anlass

IMG_0003Aus aktuellem Anlass traf sich die Traunsteiner Bürgerinitiative „Rettet den Haidforst“ im Gasthaus Paulaner in Traunstein. War doch erst vor ein paar Tagen ein Stück Wald für die Erweiterung der Firma Schaumaier gerodet worden. Die Bürgerinitiative hatte sich dafürausgesprochen, dass in der Industriestraße ansässige Betriebe sich erweitern können, jedoch eine Güterumladestation mit einer Größe von 40 Fußballfeldern oder eine Vorratsausweisung für weiteres Gewerbe lehnte sie ab.

Wolfgang Wörner sagte: „Wenn das Terminal wie ursprünglich geplant gekommen wäre, es wäre 20mal soviel Wald gerodet worden.“
Der Vorsitzende Werner Siegl berichtete über die Aktivitäten der BI seit ihrer Gründung im Jahre 2009 und stellte fest: „Diese Rodung ist nun der vorläufige Abschluss der Abholzungen im Haidforst“.

Evi Knauer ärgerte sich über den Flächenverbrauch im Allgemeinen und sagte: „Es ist schlimm, wie viel in Traunstein zugebaut wird, bald ist nichts mehr da.“ Helga Mandl und Heike Talhammer stimmten dem zu und sagten: „Die Bürgerinitiative lehnt Gewerbeausweisungen auf Vorrat ab, egal ob im Haidforst oder anderswo“. Franziska Siegl freute sich: „Die vorgeschriebenen Ausgleichsflächen werden glücklicherweise im Anschluss an das bestehende Waldgebiet geschaffen, somit ist der Verlust nicht gar so tragisch“. Rosi Berger ist für eine Rückbaupflicht: „Wenn irgendwo ein Gewerbegebäude nicht mehr genutzt wird, muss der Besitzer es abreißen oder einer anderweitigen Nutzung zuführen: somit ist der Anreiz, für einen Neubau Wald abzuholzen oder eine Wiese zuzubetonieren, viel geringer“, meinte sie.

Die Bürgerinitiative wird weiterhin aktiv auf den Verbrauch von Natur aufpassen, im Haidforst und anderswo in Traunstein, darin waren sich alle Mitglieder und Gäste einig.

Haidforst und Gewerbegebiete

Die Grünen und die Bürgerinitiative „Rettet den Haidforst“ sehen sich durch den Beschluss des Stadtrates zu ihren Einwendungen gegen den Bebauungsplan Sondergebiet Ver- und Entsorgung „Industriestraße Schaumaier Recycling“ voll bestätigt.

Der Wirtschaftsweg wird zwar dem Grundstück zugeschlagen und beseitigt, ein „Pfad“ wird angelegt, so dass der Rundweg Nr. 15 erhalten bleibt. Keine weitere Forststraße  zur Holznutzung nördlich des Bebauungsplanes muss angelegt werden und die erforderlichen Ausgleichsflächen entstehen nördlich des Ortsteils Kotzing im direkten Anschluss an den Haidforst.

Vorläufig ist damit eine  Erweiterung der Gewerbeflächen im Haidforst zum Stillstand gekommen, Terminalpläne sind vom Tisch, so werden wir uns für den Erhalt von landwirtschaftlichen Flächen, speziell von Grünland im Traunsteiner Süden einsetzen.

Der Stadtrat hat im Rahmen des Bebauungsplanes „Südspange“ die vorhandenen Vorratsflächen im Süden und Westen mit insgesamt mit 2,9 + 2,6 und 1,2 ha, also fast 7 ha bekanntgegeben. Wir wollen keine  weitere Flächenversiegelung für Einkaufszentren usw., der Bedarf in Traunstein ist gedeckt.

Und BI Vorsitzender und Stadtratskandidat Werner Siegl erklärte zum immer wieder geäußerten Vorwurf einer  „Gemengelage“ bzw. eines  „Fleckerlteppichs“  wegen der verstreuten Gewerbegebiete in Traunstein:

„Vergessen haben die Kritiker, dass zum Zeitpunkt um 1960 und später eines großen neuen Gewerbegebietes im Traunsteiner Norden ( also im nördlichen Schnepfenluck bzw. im Haidforst ), die Stadt Traunstein über keinerlei Vorratsflächen verfügte. Südlich und westlich der Wegscheid bzw. des Bahngleises nach Trostberg  begann das Ortsgebiet von Haslach bzw. Wolkersdorf/Traunstdorf. Und diese Gemeinden hatten längst ihre eigenen Gewerbegebiete, bevor sie 1978 nach Traunstein eingemeindet wurden“…

„Und eine abgestimmte Planung mit diesen damals selbstständigen Gemeinden gab es schlicht nicht, die Gemeinden wehrten sich gegen eine Eingemeindung nach Traunstein  und  zudem war das Verhältnis der damaligen Stadtführung zu diesen Gemeinden nicht sonderlich gut und von gut nachbarschaftlicher  Wertschätzung geprägt“.

Werner Siegel

Sollen wir uns auflösen oder weiter bestehen?

BI Haidforst feierte ihren großen Erfolg mit einem Picknick

Immer mehr Freunde des Haidforsts fanden sich im Laufe des Abends zu einem gemeinsamen Picknick der Traunsteiner Bürgerinitiative „Rettet den Haidforst“ ein. Die Bürgerinitiative hatte eingeladen, um ihren großen Erfolg zu feiern: Dreieinhalb Jahre nach ihrer Gründung ist nun auch die letzte ihrer Forderungen verwirklicht worden: Durch Stadtratsbeschluss wurde die geplante Flächennutzungsplanänderung zurückgenommen, das heißt kein Güterterminal und keine Vorratsausweisung für Gewerbe im Haidforst. Rosi Berger lobte die Initiative des Oberbürgermeisters: „Herr Kösterke hatte vor Jahren versprochen, wenn das Güterterminal kein Thema mehr ist, wird der Beschluss überdacht“. Mit der Rücknahme des damaligen Beschlusses ist die langjährige Forderung der BI zur Realität geworden, nur noch die CSU-Fraktion hatte in der Juni-Sitzung des Stadtrats erneut dagegen gestimmt.

Wolfgang Wörner fragte in die Runde: „Sollen wir uns auflösen oder weiter bestehen?“ Die meisten Anwesenden waren für ein Weiterbestehen. „Wir müssen weiterhin aufpassen, was Wirtschaftsförderungsgesellschaft und Eisenba

hnbundesamt planen“, sagte der Vorsitzende Werner Siegl. Somit trifft sich die BI ab jetzt im dreimonatigen Rhythmus. Nachdem sich die große Haidforst-Unterstützergruppe hierauf geeinigt hatte, feierte man den Erfolg bis in den späteren Abend hinein bei selbstgemachten und mitgebrachten Spezialitäten.

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Feiern im Haidforst

Die Bürgerinitiative “Rettet den Haidforst” trifft sich im Haidforst um Ihren Erfolg zu feiern. Wie mehrfach in der Presse berichtet, hat der Traunsteiner Stadtrat in seiner Juni-Sitzung beschlossen, die geplante Flächennutzungsplanänderung “Haidforst” zurückzunehmen.

Wir möchten diesen Erfolg mit einem kleinen Picknick an Waldesrand feiern. Treffpunkt ist am Dienstag, den 9. Juli um 18:00 Uhr in der Industriestraße hinter der Firma Leimer. Wir gehen dann gemeinsam in Richtung Ausgleichsfläche, wo am Waldrand ein paar Campingtische auf uns warten, um dort ein keines Picknick zu machen.

Alle, die in den vergangenen Jahren mitgekämpft haben, den Haidforst zu erhalten, sind herzlich eingeladen, dabei zu sein.

Jubel bei der Haidforst – Bürgerinitiative

Allen Grund zum Jubeln hatte am Donnerstag die Traunsteiner Bürgerinitiative „Rettet den Haidforst“. Ihre seit langem immer wieder gestellte Forderung zur Einstellung des Verfahrens zur Änderung des Flächennutzungsplans „Haidforst“ wurde mit einem Stadtratsbeschluss erfüllt.

Wolfgang Wörner sagte: „Ich freue mich riesig, dass nun im Haidforst kein Güterterminal mit angeschlossenem Gewerbegebiet mehr möglich ist.“ Der Vorsitzende der Bürgerinitiative Werner Siegl ergänzte: „Dieser langersehnte Beschluss heute zeigt, dass man als Bürgerinitiative nie aufgeben darf“. Heike Talhammer freute sich: „Jetzt bleibt den Traunsteiner Bürgern ihr Naherholungsgebiet zum Reiten, Radlfahren, Walken oder zum Spazierengehen erhalten und das in wunderschöner Natur direkt am Traunsteiner Stadtrand.“

Die Bürgerinitiative wird weiterhin aufmerksam das Geschehen beobachten und sofort aktiv werden, sollte sich erneut eine Gefahr für den Haidforst ergeben.

 

Traunsteiner Bürgerinitiative Haidforst wanderte zur Ausgleichsfläche

Auf dem Foto betrachten einige Mitglieder und Gäste der Bürgerinitiative den Bebauungsplan, auf dem auch die Ausgleichsfläche eingezeichnet ist.

Auf dem Foto betrachten einige Mitglieder und Gäste der Bürgerinitiative den Bebauungsplan, auf dem auch die Ausgleichsfläche eingezeichnet ist.

Anlässlich ihres turnusmäßigen Mai-Treffens wanderten Mitglieder der Traunsteiner Bürgerinitiative „Rettet den Haidforst“ und ihre Gäste zur geplanten Ausgleichsfläche am westlichen Waldrand des Haidforsts. Dort soll neuer Wald entstehen als Ausgleich für die Rodungen bei der Firma Leimer.

Wolfgang Wörner berichtete: „Im Bebauungsplan der Stadt Traunstein ist festgelegt, dass dort auf 1,74 Hekt

ar Fläche ein Buchenwald entstehen soll, wobei am Waldrand auch Vogelkirschen, Stieleichen und Waldkiefern angepflanzt werden.“ Ein Teil der Fläche wird zudem Magerwiese, auf der einzelne Sträucher, Bäume und Wildobst angepflanzt werden.

In diesem Zusammenhang bemängelte der Vorsitzende der Bürgerinitiative Werner Siegl an diesem Nachmittag von Neuem, warum die Stadt Traunstein die geplante Flächennutzungsplan-Änderung über 29 Hektar für ein Terminal im Haidforst immer noch nicht zurückgenommen hat. Siegl sagte: „Das Eisenbahnbundesamt hat der Bürgerinitiative im März mitgeteilt, dass es die Prüfung der Unterlagen für ein Güterterminal in unserer Gegend mittlerweile eingestellt hat – warum nimmt dann der Stadtrat seinen Beschluss nicht zurück?“

Traunsteiner Bürgerinitiative „Rettet den Haidforst“ feierte dreijähriges Bestehen

15. Dezember 2012
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Foto: Heike Talhammer (mit Selbstauslöser)

Trotz Schneetreiben und großer Kälte trafen sich Mitglieder der Bürgerinitiative „Rettet den Haidforst“ im Traunsteiner Waldgebiet Haidforst, um ihr dreijähriges Bestehen zu feiern. Die Bürgerinitiative setzt sich weiterhin dafür ein, dass im Haidforst keine Güterverladestation entsteht und sie bleibt bei ihrer Forderung, dass die Stadt Traunstein ihren dementsprechenden Beschluss zur geplanten Änderung des Flächennutzungsplans zurücknehme. Im Bild (von links) Heike Talhammer, Helga Mandl, Evi Knauer, BI-Vorsitzender Werner Siegl, Franziska Siegl und Wolfgang Wörner.

Text: Wolfgang Wörner

„Brauchen wir ein Güterterminal im Chiemgau?“

18. November 2012

Bürgerinitiative beim Vortrag

Anstelle des regulären November-Treffens fuhren die Mitglieder unserer Bürgerinitiative nach Weibhausen, um die Diskussion über den neuen Standort für eine mögliche Güterverteilungsanlage in Hufschlag (Gemeinde Surberg) zu verfolgen.

Einer der interessantesten Aspekte der Veranstaltung war die Frage

Woher kommen eigentlich die ganzen Güter, die auf der geplanten Güterumladestation in verladen werden sollen?“,

die keiner an diesem Abend beantworten konnte oder wollte. Weiterlesen

Nächstes Treffen

Die BI trifft sich am 25. November 2014 um 19:30 Uhr in den Paulaner Stuben in der Wasserburger Straße.

Spendenkonto

Bund Naturschutz Traunstein

Kto.: 14878

BLZ: 710 520 50

Sparkasse Traunstein

Verwendungszweck: "Haidforst"